DIE WELT DER BIENEN

Wissenswertes über Bienen

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Wieviele Bienen wohnen in einem Stock?

Im Winter wohnen ca. 25 – 35.000 Bienen in einem Stock. Im Sommer sind es ca. 50 – 60.000 Bienen.

Wie oft wird ein Imker gestochen? Und tut es weh?

Imker werden sehr oft gestochen! Und ja, es tut immer genauso weh wie bei allen anderen Menschen. Allerdings sind die Schwellungen nicht mehr so stark.

Woher wissen wir welche Honigsorte geerntet wurde?

Das wissen wir, weil wir viele Bienenvölker in der Nähe von Akazienwälder aufgestellt haben und zur Blütezeit fast nur Akaziennektar gesammelt wird. Der ist in sehr großen Mengen vorhanden, so dass die anderen Blüten fast egal sind. Hinzu kommt, dass die Deutsche Honig Verordnung sagt: Eine Sorte braucht min. einen Anteil von 60%, um dem Kind einen Namen zu geben. Am Ende kontrolliert er natürlich mit einer sehr ausgereiften sensorischen Fähigkeit die Farbe und den Geschmack.

Warum wird Honig eigentlich fest?

Das ist ganz normal. Honig besteht unter anderem aus verschiedenen Zuckerarten. Besonders die Glucose kann mit der Zeit Kristalle bilden – dann wird der Honig fest und heller.

Wie schnell das passiert, hängt unter anderem von der Zusammensetzung des jeweiligen Honigs ab. Rapshonig kristallisiert zum Beispiel vergleichsweise schnell.

Kurz gesagt: Fest gewordener Honig ist nicht schlecht. Er hat einfach seine Konsistenz verändert.

Wie kommt der Honig eigentlich aus der Wabe ins Glas?

Bevor Honig ins Glas kommt, gibt es für uns Imker einiges zu tun.

Wenn der Honig reif ist, werden die Honigwaben aus dem Bienenvolk genommen. Die Waben werden anschließend entdeckelt und in der Honigschleuder geschleudert. Durch die Fliehkraft läuft der Honig aus den Zellen.

Danach wird der Honig gesiebt und kann weiterverarbeitet und schließlich abgefüllt werden.

Für die Bienen ist die Wabe übrigens viel mehr als nur eine Honigverpackung – sie ist ein wichtiger Teil ihres Zuhauses.

Warum gibt es hellen und dunklen Honig?

Honig sieht nicht immer gleich aus. Manche Sorten sind sehr hell, andere deutlich dunkler.

Das hängt unter anderem davon ab, von welchen Pflanzen die Bienen gesammelt haben. Auch die Zusammensetzung des Nektars und Honigtaus spielt eine Rolle.

Und noch etwas Interessantes: Wenn Honig kristallisiert, wird er in der Regel heller. Deshalb kann derselbe Honig je nach Konsistenz ganz unterschiedlich aussehen.

Woher weiß der Imker eigentlich, welche Honigsorte in seinem Glas ist?

Das ist eine spannende Frage – denn die Bienen fliegen natürlich nicht mit einem Einkaufszettel los.

Bei Sortenhonig spielen die Herkunft des Nektars beziehungsweise Honigtaus und die typischen Eigenschaften des Honigs eine wichtige Rolle. Dazu gehören zum Beispiel Geschmack, Geruch, Aussehen und weitere messbare Eigenschaften.

Auch eine Pollenanalyse kann bei der Beurteilung der botanischen Herkunft helfen.

Bei der Imkerei Simon kommt noch die Erfahrung mit den eigenen Standorten dazu. Philipp kennt seine Bienenstände und weiß, welche Trachten dort eine wichtige Rolle spielen.

Was machen die Bienen eigentlich im Winter?

Auch im Winter ist im Bienenvolk einiges los – nur deutlich weniger als im Sommer.

Die Bienen bilden im Winter eine sogenannte Wintertraube. Darin sitzen die Bienen dicht zusammen und halten die Temperatur im Volk aufrecht.

Das Bienenvolk verschwindet also nicht einfach für ein paar Monate. Es lebt weiter und wartet gewissermaßen auf bessere Zeiten.

Für den Imker bedeutet der Winter deshalb nicht automatisch Urlaub. Auch außerhalb der eigentlichen Bienensaison gibt es einiges vorzubereiten und zu kontrollieren.

Wie viele Bienen leben eigentlich in einem Bienenvolk?

Das kommt stark auf die Jahreszeit an.

Im Sommer kann ein Volk aus mehreren zehntausend Bienen bestehen. Im Winter ist die Zahl deutlich geringer.

Auf der Imkerei Simon-Seite rechnen wir mit ungefähr 50.000 bis 60.000 Bienen im Sommer und etwa 25.000 bis 35.000 im Winter.

Und ja: Wenn man vor einem Bienenvolk steht, sind das schon beeindruckend viele kleine Mitarbeiter.

Warum sammeln Bienen eigentlich Nektar und Honigtau?

Honig entsteht aus natürlichen Ausgangsstoffen, die die Bienen sammeln und anschließend im Bienenvolk weiterverarbeiten.

Bei Blütenhonig stammt die Grundlage überwiegend aus Blütennektar. Bei Honigtauhonig stammt sie überwiegend aus Honigtau – also aus Sekreten von Pflanzen beziehungsweise von an Pflanzen saugenden Insekten.

Für die Bienen ist das Sammeln dieser Stoffe Teil ihrer natürlichen Versorgung. Für uns Menschen entsteht daraus ein faszinierendes Naturprodukt: Honig.

Was macht ein Imker eigentlich den ganzen Tag?

Ganz ehrlich: Es gibt nicht den einen typischen Imkertag.

Je nach Jahreszeit stehen unterschiedliche Arbeiten an. Im Frühjahr und Sommer dreht sich vieles um die Bienenvölker und die Honigernte. Später im Jahr geht es unter anderem darum, die Völker auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Dazu kommen Honig schleudern, Waben bearbeiten, Material vorbereiten, Abfüllen, Bestellungen und natürlich jede Menge Organisation.

Bei Philipp Simon kommt noch etwas Besonderes dazu: Er arbeitet nicht das ganze Jahr ausschließlich in der Imkerei. In der kalten Jahreszeit ist er auch als Koch tätig.

Warum wandert Philipp Simon mit seinen Bienen nicht?

Viele Imker bringen ihre Bienenvölker je nach Tracht an unterschiedliche Orte. Philipp Simon macht das anders: Er ist Standimker.

Die Bienen stehen überwiegend dauerhaft an ihren Standorten in Brandenburg, unter anderem in der Nähe von Treuenbrietzen.

Das bedeutet: Die Bienen sammeln dort, wo ihre Stände stehen und was die jeweilige Umgebung gerade zu bieten hat.

So entsteht Honig mit einem echten Bezug zur Region.

Warum schmeckt jeder Honig ein bisschen anders?

Honig ist ein Naturprodukt – und deshalb gleicht nicht unbedingt ein Glas dem anderen.

Welche Pflanzen gerade blühen, welche Tracht die Bienen nutzen und welche Zusammensetzung der Honig dadurch bekommt, beeinflusst unter anderem Geschmack, Geruch, Farbe und Konsistenz.

Genau das macht für uns einen Teil des Reizes aus: Honig ist nicht einfach nur süß. Je nach Sorte kann er ganz unterschiedlich schmecken.

Wer verschiedene Sorten probiert, merkt das ziemlich schnell.

Bienenwissen für Kinder

Wie viele Bienen leben in einem Bienenvolk?

In einem Bienenvolk leben richtig viele Bienen. Je nach Jahreszeit können es mehrere zehntausend sein. Im Sommer kann ein starkes Volk bis zu etwa 50.000 Bienen haben.

Im Winter sind es weniger. Dann sitzen die Bienen dicht zusammen im Stock und bilden eine sogenannte Wintertraube. So können sie gemeinsam die kalte Jahreszeit überstehen.

Das bedeutet: Wenn ein Imker eine Wabe mit Bienen aus dem Bienenstock nimmt, sieht er meistens nur einen kleinen Teil des gesamten Volkes.

Was macht eigentlich die Bienenkönigin?

Die Königin ist die wichtigste Biene für die Fortpflanzung des Volkes. Sie ist länger als die Arbeiterinnen und kann Eier legen.

Eine Königin kann nach ihrer Begattung über lange Zeit Spermien speichern und damit befruchtete Eier legen. Aus diesen Eiern können weibliche Bienen entstehen – also Arbeiterinnen oder neue Königinnen.

Aber: Die Königin sitzt nicht einfach auf einem Thron und gibt Befehle. Das Bienenvolk funktioniert als Gemeinschaft, in der viele verschiedene Aufgaben verteilt sind. Die Arbeiterinnen kümmern sich unter anderem um die Versorgung der Königin und der Brut.

Was macht eine Arbeiterin?

Die Arbeiterinnen sind die kleinen Alleskönner im Bienenvolk.

Je nach Alter übernehmen sie unterschiedliche Aufgaben. Sie kümmern sich zum Beispiel um die Brut, reinigen die Waben, bauen Waben aus Wachs, bewachen den Eingang oder sammeln Nektar und Pollen.

Eine Arbeiterin kann also im Laufe ihres Lebens verschiedene Jobs übernehmen. Welche Aufgabe gerade wichtig ist, hängt unter anderem vom Alter der Biene und vom Bedarf des Volkes ab.

Ganz schön viel Arbeit für so ein kleines Tier!

Was macht ein Drohn?

Drohnen sind die männlichen Honigbienen.

Sie sehen etwas kräftiger aus als Arbeiterinnen und haben besonders große Augen. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, sich mit einer jungen Königin zu paaren.

Drohnen gehören ganz selbstverständlich zum Bienenvolk. Ihre Aufgabe ist allerdings eine andere als die der Arbeiterinnen: Sie sammeln zum Beispiel keinen Nektar für den Bienenstock.

Wie wird aus einem Ei eine Biene?

Eine Biene kommt nicht einfach fertig aus dem Ei.

Zuerst legt die Königin ein Ei in eine Wabenzelle. Nach einigen Tagen schlüpft daraus eine Larve. Die Arbeiterinnen kümmern sich um sie und versorgen sie mit Futter.

Später wird die Zelle mit einem Wachsdeckel verschlossen. Die Larve entwickelt sich weiter und wird schließlich zu einer fertigen Biene.

Bei einer Arbeiterin dauert die Entwicklung vom Ei bis zur fertigen Biene ungefähr 21 Tage. Bei einer Königin sind es etwa 16 Tage, bei einem Drohn etwa 24 Tage.

Und dann heißt es: Deckel auf und raus aus der Wabe!

Wie wissen die Bienen, wo es Blumen gibt?

Bienen haben eine erstaunliche Möglichkeit, Informationen weiterzugeben.

Findet eine Sammelbiene eine gute Futterquelle, kann sie anderen Bienen mitteilen, wo diese zu finden ist. Dafür nutzen Honigbienen unter anderem ihre berühmte Tanzsprache.

Dabei gibt die Biene Informationen über die Richtung und Entfernung einer Futterquelle weiter. Andere Bienen können diese Informationen nutzen und ebenfalls zur Futterquelle fliegen.

Man könnte also sagen: Im Bienenstock gibt es einen ziemlich ausgeklügelten Nachrichtendienst.

Können Bienen hören?

Bienen haben keine Ohren wie wir Menschen.

Trotzdem können sie Schwingungen wahrnehmen und sich auf diese Weise untereinander verständigen. Neben Duftstoffen und anderen Formen der Kommunikation spielen auch Vibrationen eine wichtige Rolle.

Besonders spannend ist dabei die Kommunikation im dunklen Bienenstock. Dort können die Bienen Informationen nicht einfach mit den Augen austauschen.

Die Bienen nutzen also verschiedene Wege, um miteinander zu kommunizieren – und das ganz ohne Handy.

Warum haben Bienen Pollen an den Hinterbeinen?

Vielleicht hast du schon einmal eine Biene mit kleinen gelben oder orangefarbenen „Päckchen“ an den Hinterbeinen gesehen.

Das sind sogenannte Pollenhöschen. Die Biene sammelt Blütenpollen und transportiert ihn damit zurück in den Bienenstock.

Pollen ist für das Bienenvolk eine wichtige Nahrungsquelle. Die Bienen lagern ihn im Stock und verwenden ihn unter anderem für die Versorgung der Brut.

Beim Sammeln von Pollen leisten die Bienen außerdem ganz nebenbei einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Blüten.

Wie wird aus Blüten eigentlich Honig?

Honig beginnt bei den Bienen mit Nektar oder Honigtau.

Die Sammelbienen bringen diese Rohstoffe zurück in den Bienenstock. Dort wird das Sammelgut von den Bienen weiterverarbeitet und in den Waben eingelagert.

Durch die Verarbeitung und die weitere Reifung entsteht schließlich Honig.

Wenn der Honig reif ist, wird er von den Bienen in den Wabenzellen eingelagert und die Zellen werden mit einem dünnen Wachsdeckel verschlossen.

Und irgendwann kommt der Imker ins Spiel und holt den fertigen Honig aus der Wabe.

Warum sind Bienen für Blumen und Pflanzen wichtig?

Wenn eine Biene eine Blüte besucht, bleibt Pollen an ihrem Körper hängen. Beim nächsten Blütenbesuch kann dieser Pollen auf die Narbe einer anderen Blüte gelangen.

So helfen Bienen bei der Bestäubung vieler Pflanzen.

Dabei sind nicht nur Honigbienen wichtig. Auch Wildbienen und andere bestäubende Tiere übernehmen wichtige Aufgaben. In Deutschland gibt es übrigens mehr als 580 verschiedene Wildbienenarten – die Honigbiene ist also nur eine von sehr vielen Bienenarten.